Startseite | Mitarbeiter Login | Kontakt | Impressum | Datenschutz | Burghofbühne Dinslaken in Facebook
Schauspiel
Kinder- und Jugendtheater
Bürgerbühne
Extras

Der Miesepups

// Ein-Personen-Stück nach dem Kinderbuch von Kirsten Fuchs
ab 4 Jahren
ab 20.09.2019
Der Miesepups Was ist das nur für ein mieses Leben? Alleine in einer stockdunklen Baumhöhle sitzen, über das Chaos stolpern, das überall herrscht, und die einzige Freude am Tag ist es, mit den buschigen Augenbrauen zu rascheln. Es ist ein Leben, wie es der Miesepups mag. Wenn er sich dann noch so herrlich aufregen kann, braucht er nichts weiter. Am wenigsten braucht er die neugierigen Tierchen, die plötzlich vor seiner Höhle auftauchen und bestimmt sowieso nur seine Hässlichkeit anstarren wollen. Allen voran das Kucks. Da kommt ihm die gute Wunschfee gerade recht, die ihn seit neuestem jede Nacht in seinen Träumen besucht. Doch so viele Wünsche sie ihm auch erfüllt, irgendwie vergisst der Miesepups immer wieder, sich das Kucks wegzuwünschen. Also muss er mit den täglichen Kucks-Besuchen und seinen albernen Geschenken leben. Zugegeben, die Lampe mit dem Erdbeerschalter war nicht schlecht und die Brote mit Himbeermarmelade schmeckten auch ziemlich lecker. Aber warum nur lässt sich das Tierchen bei aller Miesepupserei nicht abwimmeln? Ob es ihn am Ende vielleicht gar nicht so grausig findet, wie er denkt?

So ungleich die beiden Waldtiere auch sind, so herzerwärmend ist ihre Annäherung, von der Kirsten Fuchs schon im Kinderbuch „Der Miesepups“ erzählt. Und auch davon, wie er sich lohnen kann über seinen großen, miesepupsigen Schatten zu springen.

Robin Hood oder ein Dieb wird gesucht

// Ein-Personen-Stück in einer Fassung von Nicola Bongard
ab 8 Jahren
ab 08.11.2019
Robin Hood oder ein Dieb wird gesucht Seit König John regiert, geht es den Bewohnern Englands schlecht – alles wird immer teuer und gleichzeitig verlangt der König immer höhere Steuern. Aber es gibt Hoffnung! Bei Nottingham, im Sherwood Forest, treibt ein Gesetzloser sein Unwesen. Robin Hood, „König der Diebe, Retter der Armen und Kämpfer für Gerechtigkeit“ bestiehlt die Reichen und verteilt seine Beute scheinbar selbstlos an Bedürftige. Zeitgleich lebt Robin of Love, ein junges Mädchen, in der Nähe vom Sherwood Forest. Sie glaubt nicht an die Legenden, die man sich im Dorf über ihren Namensvetter Robin Hood, den Rächer der Enterbten, erzählt. Bei ihr ist er zumindest noch nie aufgetaucht. Dabei hätten sie und ihre Familie es bitternötig! Die Hoffnung, dass der „König der Diebe“ eines Tages angeritten kommt und seine Beute mit ihr teilt, bleibt leider unerfüllt. Vielleicht ist Hood eben doch nur ein gewöhnlicher Dieb, der die Reichen bestiehlt, das Diebesgut einstreicht und mit seinen Männern ein lasterhaftes Leben im Wald führt? Als Robin dann sogar noch ihre geliebte Flöte an den Sheriff abtreten muss, beschließt Robin sich selbst zu helfen. Und sie weiß auch schon wie! Schließlich ist sie die allerbeste Fährtenleserin im Dorf und auf Hood ist ein Kopfgeld von 200 Dukaten ausgesetzt. Also zieht sie los in den Wald, um den größten Dieb Englands, den besten Bogenschützen des Königreichs, den Unbesiegbaren, den gefährlichsten Räuber der ganzen Welt zu stellen.
Ein Held, eine Legende, ein Mythos. Nicola Bongards Adaption der klassischen Heldengeschichte, stellt dem Rächer der Enterbten ein junges Mädchen gegenüber, die so zur Heldin ihrer eigenen Geschichte wird. In dem rasanten Monolog werden klassische Elemente der Sage mit modernen Versatzstücken verwoben und die Frage nach Gerechtigkeit neu verhandelt.


Ein Held, eine Legende, eine Schauspielerin. In einer rasanten Ein-Personen-Fassung einer der ältesten und berühmtesten Sagen der Welt steht neben allem Spaß auch die Frage nach Gerechtigkeit und ihrem Preis im Raum. Welcher Zweck heiligt die Mittel? Wie weit würden wir gehen, um unsere Lieben und unsere Ideale zu verteidigen? Wie viel Robin Hood steckt in uns und wie viel würden wir uns wünschen?

Zottelkralle

// von Cornelia Funke
ab 4 Jahren
ab 09.05.2020
Zottelkralle Kalli ist wohl auf der großen, weiten Welt das einzige Kind, das sich ein Monster als Haustier wünscht, anstatt sich vor ihnen zu fürchten. Was für ein Glück, dass sich das stinkige, struppige Erdmonster Zottelkralle derweil aus seiner Höhle raus und in ein kuscheliges Menschenbett rein wünscht. Denn bei Menschen, die so köstlich schmeckendes Shampoo haben, so lustig wie Nacktschnecken aussehen und dabei noch die himmlischste Klimper-Musik machen, muss es sich herrlich wohnen lassen. Also zieht Zottelkralle mir nichts dir nichts bei Kalli ein. Gemeinsam können die beiden jeden Blödsinn anstellen, bis Kalli die vielen Stinkehaare und den Schlammschleim, den Zottelkralle überall hinterlässt, nicht mehr vor ihrer Mutter verbergen kann. So schnell wie Zottelkralle eingezogen ist, wird er nun auch wieder rausgeschmissen. Hatten am Ende seine Monsterfreunde doch recht, als sie ihn vor den fiesen Menschen warnten? Oder wird es Kalli gelingen, Zottelkralle mit einem Monster-Menschen-Coaching so zu schulen, dass Kallis Mutter und selbst ihr von Tierhaarallergie geplagter Vater Zottelkralle eine zweite Chance geben?

Bestsellerautorin Cornelia Funke hat mit Zottelkralle das wohl faulste, gefräßigste, unhöflichste und dabei coolste Stinkemonster der Kinderliteratur geschaffen, das nicht nur Kallis Herz sondern auch das unzähliger Kinder, im Sturm erobert hat und nun auch die Bühne mächtig durcheinander bringt.

Dschabber

// Jugendstück von Marcus Youssef
ab 14 Jahren
ab 19.06.2020
Dschabber Dschabber, so nennen sich Fatima und ihre Freundinnen, weil sie alle den Hidschāb, ein Kopftuch, tragen. Zusammen fühlen sie sich sicher, niemand kann ihnen etwas anhaben. Doch als ein islamfeindliches Graffiti an der Turnhallenwand auftaucht, schicken Fatimas Eltern sie auf eine andere Schule, an der es keine Dschabber gibt. Obwohl Fatima ziemlich offen und kein bisschen schüchtern ist, bleibt sie allein, bis sie ausgerechnet Jonas anspricht. Jonas ist einer, über den man nur heimlich spricht, der Schüler*innen ebenso wie Lehrer*innen provoziert und gerade mal wieder wegen eines Holocaust-Witzes beim Rektor sitzt. Obwohl Fatima von allen vor Jonas gewarnt wird, freunden sich beide an. Und für einen Moment scheint es beinahe so, als könnten die beiden alle Grenzen überwinden, die die Welt zwischen ihnen zieht.

Dschabber erzählt von zwei jungen Menschen, die aus gänzlich unterschiedlichen Gründen mit Ausgrenzung, Vorurteilen und Misstrauen zu kämpfen haben und vielleicht gerade deshalb den Mut haben, sich aufeinander einzulassen. Der Frage, ob das gegen alle Widerstände gelingen kann, begegnet Marcus Youssef mit Hoffnung auf der einen, und schonungsloser Ehrlichkeit auf der anderen Seite.

Von der Schnecke, die wissen wollte, wer ihr Haus geklaut hat

// Ein-Personen-Stück nach dem Kinderbuch von Barbara Veit
ab 4 Jahren
ab 18.09.2020
Von der Schnecke, die wissen wollte, wer ihr Haus geklaut hat Schnecke Lily ist alles andere als bescheiden. Sie hat ja auch keinen Grund dazu. Schließlich fabriziert sie nicht nur mir nichts, dir nichts eine wahre „Symphonie in Schleim“, während sie elegant über den Boden kriecht, sondern ist zudem generell der wunderschönste Anblick mit dem wunderschönsten Schneckenhaus weit und breit. Umso größer ist der Schreck, als eben jenes Haus plötzlich verschwindet, während sie gerade mal eben ein kurzes Bad gegen Schweißfußgeruch nehmen wollte. Jemand hat das Haus gestohlen, da hat Lily keinen Zweifel und macht sich auf detektivische Suche, um ihr Häuschen zurückzubekommen. Doch egal ob Ameise, Spinne oder Biene, niemand will Haus oder Dieb gesehen haben. Nicht einmal der furchterregende Kater Corleone kann ihr helfen und dabei ist er doch Meister im Aufspüren. Vielleicht weiß die eigenartige zweite Schnecke Rat, die ganz ungehemmt nackt durch die Wiese kriecht?

Basierend auf dem Kinderbuch von Barbara Veit erzählt Bernd Schlenkrich eine kleine Geschichte über eine große Suche, über das Verlegen und Vergessen und über die eitelste und gleichzeitig liebenswerteste Schnecke aller Zeiten.

SOMMER°

// Ein-Personen-Stück von Mathias Spaan
ab 8 Jahren
ab 13.11.2020
SOMMER° Anni hat schon seit sieben Wochen hitzefrei. Das klingt nach Schlaraffenland, wird aber irgendwann auch mächtig langweilig. Und das obwohl in letzter Zeit die seltsamsten Dinge passieren. Gestern z.B. ist Nachbar Bene auf der Straße einfach kleben geblieben. Mit seinen neuen Turnschuhen. Stand eine Weile da, hat in die brutzelnde Sonne gestarrt und dann, als er wieder loswollte, waren die Schuhe plötzlich festgeschmolzen. Einfach so. Wegen des glühend heißen Asphalts. Und der Eisladen um die Ecke verkauft das Eis jetzt nur noch im Becher. Und mit Strohhalm. Zum Trinken quasi. Erst hat sich Anni gefreut und gejubelt: Endlich einmal ein richtiger Sommer! Aber seit kurzer Zeit schreit ihr frisch geborener Bruder Tom viel mehr als sonst. Er will gar nicht mehr aufhören und muss ins Krankenhaus. „Das Wetter tut Tom nicht gut. Seine Temperatur muss dringend gesenkt werden. Die Lage ist ernst.“ Das hat der Doktor gesagt und Anni damit ziemlich durcheinander gebracht. Wie soll Toms Temperatur gesenkt werden, wenn es draußen von Tag zu Tag heißer wird? In Annis Kopf reift ein kühner Plan: Mit dem selbstgebastelten FÖHFO – einem Ufo aus Föhnen – muss Tom in Sicherheit gebracht werden. Vor der Sonne. Vor unserem Planeten. Koste es was es wolle.

„SOMMER°“ handelt von der trügerischen Schönheit, die der Klimawandel zurzeit noch mit sich bringt und unserer Verantwortung gegenüber dem Planeten. Ohne zu pädagogisieren entwirft das Stück dabei eine kindliche, fantasievolle und auch bitterkomische Dystopie und bietet gleichzeitig Alternativen für einen ökologischeren Lebensstil. Eine kuriose Heldenreise, die die jungen Zuschauer*innen einlädt selbst ein Held zu werden.

Das Gesetz der Schwerkraft

// Jugendstück von Oliver Sylvestre
ab 14 Jahren
ab 15.01.2021
Das Gesetz der Schwerkraft Heute, am beschissensten Tag, seitdem Dom das Alphabet gelernt hat, will er es schaffen – er will die Brücke überqueren und endlich raus aus der Kleinstadt, die ihn so einengt, die ihn auslacht und verurteilt, und die ihm keine Luft mehr zum Atmen lässt. Doch noch bevor er wie so oft zuvor an diesem Vorhaben scheitern kann, passiert etwas Unerwartetes: Fred tritt in sein Leben. Fred, der gerade neu in die Kleinstadt gezogen, wie Dom 14 Jahre alt und der auf der Suche nach einem Freund ist. Und plötzlich wird der beschissenste Tag zum besten in Doms Leben. Zwischen den beiden entsteht eine Verbindung, die mehr ist, als der gemeinsame Traum von der Großstadt: Sie sind beide anders – und das stört sie nicht. Dom wird Fred niemals wie die anderen mit Erdnüssen bewerfen oder ihn mit dem einen gefürchteten Wort bezeichnen, nachdem alle rausgefunden haben, dass Fred früher im Gymnastikanzug geturnt hat und Fred kommt damit klar, dass Dom eigentlich im Körper eines Mädchens geboren wurde. Doch wie lange kann man für einen Freund stark sein, wenn man schon alleine gegen den Rest der Welt kämpfen muss, nur um sein zu können, wie man ist? Wann gibt man auf – sich selbst und den anderen?

Olivier Sylvestre spricht in seinem mehrfach ausgezeichneten Jugendstück die Themen Transgender, Diversität und Homosexualität an, über die jeder und niemand redet, und zeigt dabei einfühlsam und berührend, dass die leichteste Sache der Welt – man selbst zu sein – manchmal auch die schwerste ist.

Der Räuber Hotzeplotz und die Mondrakete

// von Otfried Preußler
ab 4 Jahren
ab 08.05.2021
Der Räuber Hotzeplotz und die Mondrakete Da steht es schwarz auf weiß in der Zeitung: Kasperl und Seppel haben es tatsächlich geschafft, den gefürchteten Räuber Hotzenplotz zu überlisten und ihn mit der Hilfe der Fee Amaryllis endlich hinter Schloss und Riegel zu bringen. Spätestens jetzt sollten die beiden mutigen Jungen jedem Kind im Dorf bekannt sein. Da können sie morgens an Großmutters Frühstückstisch schon ein bisschen stolz auf sich sein. Sie ahnen ja nicht, dass Hotzenplotz längst wieder aus dem Gefängnis ausgebrochen, auf freiem Fuß und Rachefeldzug ist. Den beiden bleibt also gar nichts anderes übrig, als ein weiteres Mal auf gefährliche Räuberjagd zu gehen, um Hotzenplotz ein für alle Mal loszuwerden. Am liebsten würden sie ihn auf den Mond schießen. Auf den Mond? Gar keine so schlechte Idee, findet Kasperl und gemeinsam mit Seppel schmiedet er den Plan, Hotzenplotz mit einer selbstgebastelten Mondrakete, Einfallsreichtum, Geschick und viel Fantasie erneut in die Falle zu locken. Da kann der Mond auch schon einmal in den Wald hinter Großmutters Haus umziehen und obendrein noch aus purem Silber bestehen, um den gierigen Hotzenplotz zu täuschen. Aber wie schaffen sie es, selbst mondmäßig schwerelos durch die Luft zu schweben? Kasperl hat da schon eine Idee.

Genauso überraschend wie für Kasperl und Seppel dürfte für alle Otfried Preußler-Fans die Nachricht gekommen sein, dass die Jagd auf den bekanntesten Räuber der Kinderliteratur noch nicht zu Ende ist. Preußlers Tochter hat das Theaterskript rund um die geniale Idee, Hotzenplotz auf den Mond zu schicken, in seinem Nachlass gefunden, veröffentlicht und damit allen großen und kleinen Kindern die Möglichkeit gegeben, den Räuber Hotzenplotz, Wachtmeister Dimpfelmoser und natürlich Kasperl und Seppel noch einmal ganz neu auf der Theaterbühne zu erleben.

Gewinnerstück Kathrin-Türks-Preis 2020

// Uraufführung
ab 13 Jahren
ab 18.06.2021

Tintenherz

// Cornelia Funke
ab 9 Jahren
ab 10.03.2017
Tintenherz In Meggies Leben dreht sich alles um die fabelhafte Welt der Bücher. Das hat sie von ihrem Vater Mo, der Bücher über alles liebt. Aber warum nur wollte er Meggie nie vorlesen? Als eines Nachts ein seltsamer Mann namens Staubfinger auftaucht und Mo vor dem gefährlichen Capricorn warnt, beginnt für Meggie und Mo eine unglaubliche Flucht. Gemeinsam mit Staubfinger und Meggies verrückter Großtante müssen sie sich vor immer neuen Gestalten verstecken, die beinahe zu skurril sind, um wahr zu sein. Und alle sind sie auf der Suche nach Mo und einem Buch: „Tintenherz“. Bald wird Meggie klar, dass es sich hierbei um mehr als nur ein einfaches Buch und bei Mo, den alle plötzlich Zauberzunge nennen, um mehr als einen einfachen Vater handelt.
Cornelia Funke, auch die deutsche Joanne K. Rowling genannt, hat mit „Tintenherz“ eine bezaubernde Liebeserklärung an das Medium Buch erschaffen. Die Bühnenfassung entführt in eine sagenhafte Fantasiewelt, in der Figuren aus Büchern herausgelesen und zum Leben erweckt werden. So entspannt sich ein atemberaubendes Abenteuer für die ganze Familie.

Die Abenteuer von Petterson und Findus

// Sven Nordqvist
ab 4 Jahren
ab 22.06.2018
Die Abenteuer von Petterson und Findus Ein bisschen verrückt finden die Dorfbewohner den alten Pettersson schon, der auf seinem Hof lebt und mit den Tieren spricht, allen voran mit seinem Kater Findus. Sie ahnen aber auch nicht, dass es sich bei Findus um keinen gewöhnlichen Kater handelt, sondern um Petterssons besten Freund, einen frechen Abenteurer und naseweisen Streichespieler. Am liebsten hat es Findus, wenn sich alles um ihn dreht, deshalb hat er auch mindestens dreimal im Jahr Geburtstag. Heute zum Beispiel. Deswegen ist es seiner Laune auch eher abträglich, dass ihm Hahn Caruso mit seinem Gekrähe die Show stiehlt. Um ihn los zu werden, wird er erfinderisch. Das ist auch nötig, denn auch beim Fleischbällchenpflanzen, Riesenhechtangeln oder beim Stierkampf sind clevere Ideen und viel Geschick gefragt. Nur gut, dass sich Findus immer auf den liebevollen Pettersson verlassen kann.
„Die Abenteuer von Pettersson und Findus“ verbindet die schönsten Geschichten der bekannten und ungleichen Freunde miteinander und erzählt von ihrem witzigen, manchmal gefährlichen, aber immer aufregenden Leben auf Petterssons Hof, auf dem sich am Ende des Tages alle einig sind: „Wir finden‘s schön hier zusammen zu sein. Einer für alle und niemals allein!“

Unter W@sser

// Andréanne Joubert, Jean-François Guilbault
ab 14 Jahren
ab 04.05.2018
Unter W@sser „Sprich mit mir. Sag mir alles. Keine Zensur. Komm schon! Wenn du schreien möchtest, stell das richtige Leben auf stumm. Und schreib an NARZISSUS. Mit ein paar Klicks kann er alles regeln. KLICK!“ Louis wünscht sich nichts sehnlicher als Superkräfte. Als er zufällig auf den Zugang für das Lehrer-Intranet stößt, verändert sich mit einem Schlag sein komplettes Leben. Er wird zu Narzissus, der anonym in einem Onlineforum allen Schülern ihre kühnsten Wünsche erfüllt. Bessere Noten, freie Tage, Lehrergeheimnisse – nichts ist mehr unerreichbar. Er ist ein Superheld, er hat Macht. Auch das Leben der anderen ändert sich, wie das der schüchternen Sedna, die immer auf einen geheimnisvollen Helden wie Narzissus gewartet hat und nun alles für ihn tun würde. Doch Louis‘ virtuelles zweites Leben läuft immer mehr aus dem Ruder, lässt sich von ihm nicht mehr kontrollieren. Spätestens als sich seine eigene Schwester in Narzissus verliebt, merkt Louis, dass ihm sein Spiel längst entglitten ist und für alle zu gefährlichem Ernst wird.
„Unter W@sser“ ist ein aufrüttelndes Stück über jugendliche Sehnsucht nach Stärke und Macht einerseits und Geborgenheit und Nähe andererseits und der Suche danach in einer virtuellen Welt. Doch was passiert, wenn die Möglichkeiten dieser virtuellen Welt die Regeln des echten Lebens sprengen?

Nachts. Warum Erwachsene so lange aufbleiben müssen

// Ein-Personen-Stück nach Katharina Grossmann-Hensel
ab 4 Jahren
ab 21.09.2018
Nachts. Warum Erwachsene so lange aufbleiben müssen Es gibt kaum eine gemeinere Gemeinheit. Jeden Abend muss Lotte früh ins Bett, während ihre Eltern noch ewig wachbleiben. Sie hört sie in der Küche und im Flur flüstern. Was machen die denn die ganze Nacht? Da passiert doch nichts mehr, oder doch? Klar, irgendjemand muss ja die Wolken wieder weiß wachen oder die Sonne aus dem Meer ziehen. Die Vögel müssen auch wieder aufgezogen werden, damit sie morgens wieder zwitschern, ganz abgesehen von den Grashalmen, die länger gezogen werden müssen. Aber das kann nicht alles sein, schließlich hört Lotte ja auch Hochschuhe klackern und immer wieder wildes Gelächter. Vielleicht essen sie in Wahrheit die ganze Nacht lang Süßigkeiten mit den Füßen und trinken wie die Seeräuber? D hilft nur eines: Lotte muss unbedingt das wohl größte Geheimnis der Erwachsenen lüften – und zwar noch heute Nacht.

Umwerfend einfallsreich, wahnsinnig komisch und oft genug nur zu nachvollziehbar beantwortet Katharina-Grossmann-Hensel schon im gleichnamigen Bilderbuch die Frage, die wohl jedem Kind früher oder später den Schlaf raubt, und stellt damit die Welt, wie Erwachsene sie kennen, gehörig auf den Kopf.

Lets play: Ein Spiel für Benny

// Ein-Personen-Stück von Bettina Wegenast
ab 8 Jahren
ab 09.11.2018
Lets play: Ein Spiel für Benny Lizza weiß nicht mehr weiter. Mit Mama stimmt etwas nicht. Sie ist irgendwie ver/rückt, wie ein Schiebepuzzle, das man falsch zusammengesetzt hat. Gar nicht wie Mama eigentlich sein sollte. Wäre das jetzt eines von Lizzas Computerspielen, wüsste sie, was zu tun ist – hier hat sie alles im Griff, kann jeden Endboss im Schlaf besiegen. Aber in der Wirklichkeit weiß sie nur, dass Mama seit Bennys Tod ver/rückt ist: Benny, das Baby auf das sich alle so gefreut
haben und das Lizza nun nie kennenlernen wird. Dabei wollte sie ihrem kleinen Bruder doch die besten Spieltricks beibringen. Leider helfen selbst die ihr im Moment auch nicht weiter, oder doch?

„Let‘s play: Ein Spiel für Benny“ begegnet dem Thema Verlust auf einer spielerischer Ebene. Es stellt dem Schmerz das Spiel und der Trauer die Lebensfreude entgegen und zeigt dabei, dass man die Menschen, die man liebt, niemals ganz verliert.

Augen voller Wahnsinn

// Jugendstück von Sanne Vogel
ab 14 Jahren
ab 18.01.2019
Augen voller Wahnsinn Saskia ist so eine, die unter einer viel zu engen durchsichtigen Hose einen String trägt. Die sich jeden Samstag betrinkt, weil sie Alkopops so gerne mag. Saskia wird nicht entsorgt, sie entsorgt. Sie kennt den Weg. Saskia ist kein Mädchen mehr. Doch eines Tages sieht sie ihren Prinzen. Kein Pferd, keine Flügel, und doch ist sie sich ganz sicher – dies ist ein Märchen. Sie will ihn, nicht für immer, aber für eine Weile. „Nicht gleich für immer, aber auf jeden Fall für heute Nacht“, sagt er. „Und dann kann es natürlich immer noch für immer werden“, sagt sie. Da lacht er. Ganz süß. Saskia hat ihn nie wieder gesehen. Aber das ist nicht schlimm. Es war ein Märchen. Und Saskia beschließt, das Baby, das seitdem in ihrem Bauch heranwächst, „Es“ zu nennen, damit „Es“ sich später selbst einen Namen aussuchen kann. Amors Liebespfeile treffen Eltern und ihre Kinder in der Nacht der Geburt. Saskia ist ich sicher, dass Amor mit extra vielen Pfeilen an ihrem Bett stehen wird, wenn „Es“ zur Welt kommt. Er hat auch einiges wieder gut zu machen. „Augen voller Wahnsinn“ ist ein berührender und poetischer Monolog. Einfühlsam und offen umkreist Sanne Vogel Themen, die besonders in der Phase der Pubertät ihre volle Wucht entfalten: Liebe, Einsamkeit und die ewige Frage „Bin ich richtig?“

Pumuckl zieht das große Los

// von Ellis Kaut
ab 4 Jahren
ab 11.05.2019
Pumuckl zieht das große Los Jeden Tag nur Sägespäne, Hobelstaub und maximal noch einen Streich, den man Meister Eder spielen kann – das ist zwar ganz schön, aber Pumuckl will mehr. Und Meer! Er will auf Wellen schaukeln und Seeluft in den roten Haaren spüren. So kann er sein Glück nicht fassen, als Meister Eder bei einem Preisausschreiben eine Schiffsfahrt gewinnt. Sollte Pumuckl vielleicht endlich andere Kobolde oder gar die berühmten Klabauter auf dem Schiff treffen? Noch ahnt er nicht, dass genau diese Seegeister hinter dem Losglück stecken und sie Pumuckl absichtlich aufs Schiff gelockt haben, um ihn in die Tiefen des Meeres zurückzuziehen. Denn ein Kobold, der bei einem Menschen lebt– das geht doch nicht. Schiff oder Werkstatt? Klabauterleben oder die Freundschaft zu Meister Eder? Pumuckl muss sich entscheiden.

Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht die Stimme des frechen Kobolds im Ohr hat oder sein „Hurra“ aus der bekannten Fernsehserie mitsingen könnte. In „Pumuckl zieht das große Los“ erlebt der kleine Kobold nun auf der Theaterbühne sein vielleicht größtes Abenteuer, um damit auch heutige Kinderherzen im Sturm zu erobern.

Kinder von Nothingtown - Gewinnerstück des Kathrin-Türks-Preises 2018

// Lisa Danulat
ab 14 Jahren
ab 22.06.2019
Kinder von Nothingtown - Gewinnerstück des Kathrin-Türks-Preises 2018 Sieben Uhr. Charlys 18. Geburtstag und sie hat für 20 Uhr eingeladen. Erster Fehler. Zum 18 Geburtstag für 20 Uhr einladen? Das ist fast so schlimm, wie auf die Einladung zu schreiben „Bringt gute Laune mit“. Fehler Nummer zwei. Heißt das jetzt, dass niemand kommt? Heißt das, dass Charly alleine erwachsen werden muss? Eine absolute Horrorvorstellung. Ein Albtraum. Und davon hat Charly noch mehr auf Lager. Da kommt der Kinderkönig als Gast zur Feier, um ihre Spielsachen einzuziehen oder auch die gealterten Märchenprinzessinnen, die es auf Charlys Jugend abgesehen haben. Da sagen alle Freunde der Reihe nach ab und Charly muss stattdessen mit den Gartenzwergen ihrer Eltern feiern, obwohl sie doch so peinlich sind. Die Zwerge und die Eltern. Da mischen sich Zukunftsängste mit der Trauer um die verlorene Wurstscheibe, die ihr keine Fleischereifachverkäuferin mehr schenken wird. Und über allem steht die Furcht, nicht genug geliebt zu sein. Oder beliebt? Oder verliebt? In der letzten Stunde vor ihrer Geburtstagsparty bündeln sich für Charly all der Wahnsinn, alle Ängste und Hoffnungen, alle Träume und Albträume, die das Erwachsenwerden mit sich bringen und reißen dabei schmerzvoll und poetisch eine ganze Welt auf, die man nur kennen kann, wenn man jugendlich ist - oder es einmal im Leben war.