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Schauspiel
Kinder- und Jugendtheater
Bürgerbühne
Extras

Nachts. Warum Erwachsene so lange aufbleiben müssen

// Ein-Personen-Stück nach Katharina Grossmann-Hensel
ab 4 Jahren
ab 21.09.2018
Nachts. Warum Erwachsene so lange aufbleiben müssen Es gibt kaum eine gemeinere Gemeinheit. Jeden Abend muss Lotte früh ins Bett, während ihre Eltern noch ewig wachbleiben. Sie hört sie in der Küche und im Flur flüstern. Was machen die denn die ganze Nacht? Da passiert doch nichts mehr, oder doch? Klar, irgendjemand muss ja die Wolken wieder weiß wachen oder die Sonne aus dem Meer ziehen. Die Vögel müssen auch wieder aufgezogen werden, damit sie morgens wieder zwitschern, ganz abgesehen von den Grashalmen, die länger gezogen werden müssen. Aber das kann nicht alles sein, schließlich hört Lotte ja auch Hochschuhe klackern und immer wieder wildes Gelächter. Vielleicht essen sie in Wahrheit die ganze Nacht lang Süßigkeiten mit den Füßen und trinken wie die Seeräuber? D hilft nur eines: Lotte muss unbedingt das wohl größte Geheimnis der Erwachsenen lüften – und zwar noch heute Nacht.

Umwerfend einfallsreich, wahnsinnig komisch und oft genug nur zu nachvollziehbar beantwortet Katharina-Grossmann-Hensel schon im gleichnamigen Bilderbuch die Frage, die wohl jedem Kind früher oder später den Schlaf raubt, und stellt damit die Welt, wie Erwachsene sie kennen, gehörig auf den Kopf.

Let's play: Ein Spiel für Benny

// Ein-Personen-Stück von Bettina Wegenast
ab 8 Jahren
ab 09.11.2018
Let's play: Ein Spiel für Benny Lizza weiß nicht mehr weiter. Mit Mama stimmt etwas nicht. Sie ist irgendwie ver/rückt, wie ein Schiebepuzzle, das man falsch zusammengesetzt hat. Gar nicht wie Mama eigentlich sein sollte. Wäre das jetzt eines von Lizzas Computerspielen, wüsste sie, was zu tun ist – hier hat sie alles im Griff, kann jeden Endboss im Schlaf besiegen. Aber in der Wirklichkeit weiß sie nur, dass Mama seit Bennys Tod ver/rückt ist: Benny, das Baby auf das sich alle so gefreut
haben und das Lizza nun nie kennenlernen wird. Dabei wollte sie ihrem kleinen Bruder doch die besten Spieltricks beibringen. Leider helfen selbst die ihr im Moment auch nicht weiter, oder doch?

„Let‘s play: Ein Spiel für Benny“ begegnet dem Thema Verlust auf einer spielerischer Ebene. Es stellt dem Schmerz das Spiel und der Trauer die Lebensfreude entgegen und zeigt dabei, dass man die Menschen, die man liebt, niemals ganz verliert.

Augen voller Wahnsinn

// Jugendstück von Sanne Vogel
ab 14 Jahren
ab 18.01.2019
Augen voller Wahnsinn Saskia ist so eine, die unter einer viel zu engen durchsichtigen Hose einen String trägt. Die sich jeden Samstag betrinkt, weil sie Alkopops so gerne mag. Saskia wird nicht entsorgt, sie entsorgt. Sie kennt den Weg. Saskia ist kein Mädchen mehr. Doch eines Tages sieht sie ihren Prinzen. Kein Pferd, keine Flügel, und doch ist sie sich ganz sicher – dies ist ein Märchen. Sie will ihn, nicht für immer, aber für eine Weile. „Nicht gleich für immer, aber auf jeden Fall für heute Nacht“, sagt er. „Und dann kann es natürlich immer noch für immer werden“, sagt sie. Da lacht er. Ganz süß. Saskia hat ihn nie wieder gesehen. Aber das ist nicht schlimm. Es war ein Märchen. Und Saskia beschließt, das Baby, das seitdem in ihrem Bauch heranwächst, „Es“ zu nennen, damit „Es“ sich später selbst einen Namen aussuchen kann. Amors Liebespfeile treffen Eltern und ihre Kinder in der Nacht der Geburt. Saskia ist ich sicher, dass Amor mit extra vielen Pfeilen an ihrem Bett stehen wird, wenn „Es“ zur Welt kommt. Er hat auch einiges wieder gut zu machen. „Augen voller Wahnsinn“ ist ein berührender und poetischer Monolog. Einfühlsam und offen umkreist Sanne Vogel Themen, die besonders in der Phase der Pubertät ihre volle Wucht entfalten: Liebe, Einsamkeit und die ewige Frage „Bin ich richtig?“

Pumuckl zieht das große Los

// von Ellis Kaut
ab 4 Jahren
ab 11.05.2019
Pumuckl zieht das große Los Jeden Tag nur Sägespäne, Hobelstaub und maximal noch einen Streich, den man Meister Eder spielen kann – das ist zwar ganz schön, aber Pumuckl will mehr. Und Meer! Er will auf Wellen schaukeln und Seeluft in den roten Haaren spüren. So kann er sein Glück nicht fassen, als Meister Eder bei einem Preisausschreiben eine Schiffsfahrt gewinnt. Sollte Pumuckl vielleicht endlich andere Kobolde oder gar die berühmten Klabauter auf dem Schiff treffen? Noch ahnt er nicht, dass genau diese Seegeister hinter dem Losglück stecken und sie Pumuckl absichtlich aufs Schiff gelockt haben, um ihn in die Tiefen des Meeres zurückzuziehen. Denn ein Kobold, der bei einem Menschen lebt– das geht doch nicht. Schiff oder Werkstatt? Klabauterleben oder die Freundschaft zu Meister Eder? Pumuckl muss sich entscheiden.

Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht die Stimme des frechen Kobolds im Ohr hat oder sein „Hurra“ aus der bekannten Fernsehserie mitsingen könnte. In „Pumuckl zieht das große Los“ erlebt der kleine Kobold nun auf der Theaterbühne sein vielleicht größtes Abenteuer, um damit auch heutige Kinderherzen im Sturm zu erobern.

Gewinnerstück des Kathrin-Türks-Preises 2018

// 0
ab 14 Jahren
ab 22.06.2019
Stückinformationen folgen in Kürze

Der Miesepups

// Ein-Personen-Stück nach dem Kinderbuch von Kirsten Fuchs
ab 4 Jahren
ab 20.09.2019
Der Miesepups Was ist das nur für ein mieses Leben? Alleine in einer stockdunklen Baumhöhle sitzen, über das Chaos stolpern, das überall herrscht, und die einzige Freude am Tag ist es, mit den buschigen Augenbrauen zu rascheln. Es ist ein Leben, wie es der Miesepups mag. Wenn er sich dann noch so herrlich aufregen kann, braucht er nichts weiter. Am wenigsten braucht er die neugierigen Tierchen, die plötzlich vor seiner Höhle auftauchen und bestimmt sowieso nur seine Hässlichkeit anstarren wollen. Allen voran das Kucks. Da kommt ihm die gute Wunschfee gerade recht, die ihn seit neuestem jede Nacht in seinen Träumen besucht. Doch so viele Wünsche sie ihm auch erfüllt, irgendwie vergisst der Miesepups immer wieder, sich das Kucks wegzuwünschen. Also muss er mit den täglichen Kucks-Besuchen und seinen albernen Geschenken leben. Zugegeben, die Lampe mit dem Erdbeerschalter war nicht schlecht und die Brote mit Himbeermarmelade schmeckten auch ziemlich lecker. Aber warum nur lässt sich das Tierchen bei aller Miesepupserei nicht abwimmeln? Ob es ihn am Ende vielleicht gar nicht so grausig findet, wie er denkt?

So ungleich die beiden Waldtiere auch sind, so herzerwärmend ist ihre Annäherung, von der Kirsten Fuchs schon im Kinderbuch „Der Miesepups“ erzählt. Und auch davon, wie er sich lohnen kann über seinen großen, miesepupsigen Schatten zu springen.

Robin Hood

// Ein-Personen-Stück, in eigener Fassung
ab 8 Jahren
ab 08.11.2019
„König der Diebe, Retter der Armen und Kämpfer für Gerechtigkeit“ – Robin Hood wird vom einfachen Volk als Held gefeiert und verehrt. Kein Wunder, denn er und seine Freunde Little John, Bruder Tuck und Will Scarlet haben sich zusammen mit der Bande von Gesetzlosen im Sherwood Forest verschanzt, um Adlige, Geistige und andere Wohlhabende auszurauben und ihre Beute unter den Armen und Bedürftigen zu verteilen. Besonders dem rücksichtslosen und habgierigen Sheriff von Nottingham haben sie den Kampf angesagt. Doch der lässt sich nicht
so leicht das Wasser abgraben und fordert Robin zu einem Bogenschießduell heraus. Das kann den größten Bogenschützen aller Zeiten nicht schrecken, schon gar nicht, da seine Angebetete Marian beim Duell sein wird. Doch Robin ahnt nicht, dass es sich bei diesem Wettkampf um eine Falle handelt.

Ein Held, eine Legende, eine Schauspielerin. In einer rasanten Ein-Personen-Fassung einer der ältesten und berühmtesten Sagen der Welt steht neben allem Spaß auch die Frage nach Gerechtigkeit und ihrem Preis im Raum. Welcher Zweck heiligt die Mittel? Wie weit würden wir gehen, um unsere Lieben und unsere Ideale zu verteidigen? Wie viel Robin Hood steckt in uns und wie viel würden wir uns wünschen?

Zottelkralle

// von Cornelia Funke
ab 4 Jahren
ab 09.05.2020
Kalli ist wohl auf der großen, weiten Welt das einzige Kind, das sich ein Monster als Haustier wünscht, anstatt sich vor ihnen zu fürchten. Was für ein Glück, dass sich das stinkige, struppige Erdmonster Zottelkralle derweil aus seiner Höhle raus und in ein kuscheliges Menschenbett rein wünscht. Denn bei Menschen, die so köstlich schmeckendes Shampoo haben, so lustig wie Nacktschnecken aussehen und dabei noch die himmlischste Klimper-Musik machen, muss es sich herrlich wohnen lassen. Also zieht Zottelkralle mir nichts dir nichts bei Kalli ein. Gemeinsam können die beiden jeden Blödsinn anstellen, bis Kalli die vielen Stinkehaare und den Schlammschleim, den Zottelkralle überall hinterlässt, nicht mehr vor ihrer Mutter verbergen kann. So schnell wie Zottelkralle eingezogen ist, wird er nun auch wieder rausgeschmissen. Hatten am Ende seine Monsterfreunde doch recht, als sie ihn vor den fiesen Menschen warnten? Oder wird es Kalli gelingen, Zottelkralle mit einem Monster-Menschen-Coaching so zu schulen, dass Kallis Mutter und selbst ihr von Tierhaarallergie geplagter Vater Zottelkralle eine zweite Chance geben?

Bestsellerautorin Cornelia Funke hat mit Zottelkralle das wohl faulste, gefräßigste, unhöflichste und dabei coolste Stinkemonster der Kinderliteratur geschaffen, das nicht nur Kallis Herz sondern auch das unzähliger Kinder, im Sturm erobert hat und nun auch die Bühne mächtig durcheinander bringt.

Dschabber

// Jugendstück von Marcus Youssef
ab 14 Jahren
ab 19.06.2020
Dschabber, so nennen sich Fatima und ihre Freundinnen, weil sie alle den Hidschāb, ein Kopftuch, tragen. Zusammen fühlen sie sich sicher, niemand kann ihnen etwas anhaben. Doch als ein islamfeindliches Graffiti an der Turnhallenwand auftaucht, schicken Fatimas Eltern sie auf eine andere Schule, an der es keine Dschabber gibt. Obwohl Fatima ziemlich offen und kein bisschen schüchtern ist, bleibt sie allein, bis sie ausgerechnet Jonas anspricht. Jonas ist einer, über den man nur heimlich spricht, der Schüler*innen ebenso wie Lehrer*innen provoziert und gerade mal wieder wegen eines Holocaust-Witzes beim Rektor sitzt. Obwohl Fatima von allen vor Jonas gewarnt wird, freunden sich beide an. Und für einen Moment scheint es beinahe so, als könnten die beiden alle Grenzen überwinden, die die Welt zwischen ihnen zieht.

Dschabber erzählt von zwei jungen Menschen, die aus gänzlich unterschiedlichen Gründen mit Ausgrenzung, Vorurteilen und Misstrauen zu kämpfen haben und vielleicht gerade deshalb den Mut haben, sich aufeinander einzulassen. Der Frage, ob das gegen alle Widerstände gelingen kann, begegnet Marcus Youssef mit Hoffnung auf der einen, und schonungsloser Ehrlichkeit auf der anderen Seite.

Tintenherz

// Cornelia Funke
ab 9 Jahren
ab 10.03.2017
Tintenherz In Meggies Leben dreht sich alles um die fabelhafte Welt der Bücher. Das hat sie von ihrem Vater Mo, der Bücher über alles liebt. Aber warum nur wollte er Meggie nie vorlesen? Als eines Nachts ein seltsamer Mann namens Staubfinger auftaucht und Mo vor dem gefährlichen Capricorn warnt, beginnt für Meggie und Mo eine unglaubliche Flucht. Gemeinsam mit Staubfinger und Meggies verrückter Großtante müssen sie sich vor immer neuen Gestalten verstecken, die beinahe zu skurril sind, um wahr zu sein. Und alle sind sie auf der Suche nach Mo und einem Buch: „Tintenherz“. Bald wird Meggie klar, dass es sich hierbei um mehr als nur ein einfaches Buch und bei Mo, den alle plötzlich Zauberzunge nennen, um mehr als einen einfachen Vater handelt.
Cornelia Funke, auch die deutsche Joanne K. Rowling genannt, hat mit „Tintenherz“ eine bezaubernde Liebeserklärung an das Medium Buch erschaffen. Die Bühnenfassung entführt in eine sagenhafte Fantasiewelt, in der Figuren aus Büchern herausgelesen und zum Leben erweckt werden. So entspannt sich ein atemberaubendes Abenteuer für die ganze Familie.

Die Abenteuer von Petterson und Findus

// Sven Nordqvist
ab 4 Jahren
ab 22.06.2018
Die Abenteuer von Petterson und Findus Ein bisschen verrückt finden die Dorfbewohner den alten Pettersson schon, der auf seinem Hof lebt und mit den Tieren spricht, allen voran mit seinem Kater Findus. Sie ahnen aber auch nicht, dass es sich bei Findus um keinen gewöhnlichen Kater handelt, sondern um Petterssons besten Freund, einen frechen Abenteurer und naseweisen Streichespieler. Am liebsten hat es Findus, wenn sich alles um ihn dreht, deshalb hat er auch mindestens dreimal im Jahr Geburtstag. Heute zum Beispiel. Deswegen ist es seiner Laune auch eher abträglich, dass ihm Hahn Caruso mit seinem Gekrähe die Show stiehlt. Um ihn los zu werden, wird er erfinderisch. Das ist auch nötig, denn auch beim Fleischbällchenpflanzen, Riesenhechtangeln oder beim Stierkampf sind clevere Ideen und viel Geschick gefragt. Nur gut, dass sich Findus immer auf den liebevollen Pettersson verlassen kann.
„Die Abenteuer von Pettersson und Findus“ verbindet die schönsten Geschichten der bekannten und ungleichen Freunde miteinander und erzählt von ihrem witzigen, manchmal gefährlichen, aber immer aufregenden Leben auf Petterssons Hof, auf dem sich am Ende des Tages alle einig sind: „Wir finden‘s schön hier zusammen zu sein. Einer für alle und niemals allein!“

Unter W@sser

// Andréanne Joubert, Jean-François Guilbault
ab 14 Jahren
ab 04.05.2018
Unter W@sser „Sprich mit mir. Sag mir alles. Keine Zensur. Komm schon! Wenn du schreien möchtest, stell das richtige Leben auf stumm. Und schreib an NARZISSUS. Mit ein paar Klicks kann er alles regeln. KLICK!“ Louis wünscht sich nichts sehnlicher als Superkräfte. Als er zufällig auf den Zugang für das Lehrer-Intranet stößt, verändert sich mit einem Schlag sein komplettes Leben. Er wird zu Narzissus, der anonym in einem Onlineforum allen Schülern ihre kühnsten Wünsche erfüllt. Bessere Noten, freie Tage, Lehrergeheimnisse – nichts ist mehr unerreichbar. Er ist ein Superheld, er hat Macht. Auch das Leben der anderen ändert sich, wie das der schüchternen Sedna, die immer auf einen geheimnisvollen Helden wie Narzissus gewartet hat und nun alles für ihn tun würde. Doch Louis‘ virtuelles zweites Leben läuft immer mehr aus dem Ruder, lässt sich von ihm nicht mehr kontrollieren. Spätestens als sich seine eigene Schwester in Narzissus verliebt, merkt Louis, dass ihm sein Spiel längst entglitten ist und für alle zu gefährlichem Ernst wird.
„Unter W@sser“ ist ein aufrüttelndes Stück über jugendliche Sehnsucht nach Stärke und Macht einerseits und Geborgenheit und Nähe andererseits und der Suche danach in einer virtuellen Welt. Doch was passiert, wenn die Möglichkeiten dieser virtuellen Welt die Regeln des echten Lebens sprengen?

Mia - Klassenzimmerstück

// Nick Wood
ab 12 Jahren
ab 11.11.2016
Mia - Klassenzimmerstück „Wie bringt man hier jemand dazu, einem zuzuhören? Meint ihr, sie hat mich verstanden? Ich spreche doch Deutsch, nein? Und auch ganz gut. Ich spreche nicht leise, ich spreche sehr deutlich.“ Eine junge Frau kommt ins Klassenzimmer. Sie will den Schülern etwas erzählen, muss aber warten, bis es der Schulleiter erlaubt. Warten also. Da kann sie ja schon einmal ein bisschen erzählen,zum Beispiel Geschichten, die sie zu den vielen Gegenständen erfindet, mit denen ihre Tasche vollgestopft ist. Geschichten mit Happy End, anders als ihre eigene. Zum Beispiel darüber, dass sie auf ältere Männer steht, dass sie in Hamburg lebt, jetzt zumindest. Darüber, dass sie nicht mehr in ihrem Heimatland lebt, weil dort um sie und ihre Familie eine Mauer gebaut wurde, weil sie scheinbar eine gefährliche Seuche haben, die dazu führt, dass man den Leuten aus der Hand lesen will, sie bestiehlt und alles schmutzig macht. Und darüber, dass sie eine Schwester hat, die verschwunden ist und nach der sie nun verzweifelt sucht. Aber „wie bringt man hier jemand dazu, einem zuzuhören?“

Mia ist ein aufwühlender Monolog eines Roma-Mädchens über die Flucht aus der Heimat und die Flucht in Deutschland vor Anfeindung und Gewalt. Dabei enttarnt er nicht nur Vorurteile und Ängste gegenüber Fremdheit und Andersartigkeit, sondern wird zum berührenden Plädoyer für Toleranz, Mut und Hoffnung, das weit über die Erzählung eines Einzelschicksals hinausgeht.

Die kleine Hexe

// Otfried Preußler
ab 4 Jahren
ab 05.05.2017
Die kleine Hexe Einhundertsiebenundzwanzig Jahre ist sie alt – aber das ist noch gar nichts! Zumindest nicht für eine Hexe. Deshalb lassen die großen Hexen die kleine Hexe auch noch nicht mit Walpurgisnacht feiern. Dabei will sie unbedingt auch mal auf dem Blocksberg tanzen. Als sie es heimlich versucht und von der gemeinen Wetterhexe Muhme Rumpumpel erwischt wird, muss sie zur Strafe ohne Hexenbesen
zu Fuß nach Hause laufen. Aber dafür bekommt sie eine einmalige Chance: Wenn sie bis zur nächsten Walpurgisnacht beweisen kann, dass sie eine gute Hexe geworden ist, dann darf sie endlich mitfeiern. Also setzt die kleine Hexe von nun an gemeinsam mit ihrem besten Freund, dem Raben Abraxas, alles daran, gut zu werden. Sie hilft einer armen Holzfällerin, freundet sich mit Kindern
an, rettet einen Ochsen, und ahnt dabei nicht, dass sie damit völlig auf dem Holzweg ist ...

Otfried Preußlers Kinderbuch ist nicht nur ein zauberhafter Klassiker über Freundschaft, sondern auch ein großes Abenteuer über eine kleine Hexe, die den Mut hat, als einzige unter bösen Hexen gut zu sein.

Die zweite Prinzessin

// Gertrud Pigor
ab 4 Jahren
ab 22.09.2017
Die zweite Prinzessin Das ist so unfair! Alles darf die wunderschöne erste Prinzessin! Eine ganze Stunde länger wach bleiben! Alleine auf dem königlichen Pony reiten! Und sogar mit Mama und Papa auf dem Königsbalkon dem Volk winken! (Da hat sich der Winkunterricht gelohnt!) Und was darf die jüngere zweite Prinzessin? Nichts! Überhaupt nichts! Und das nur, weil sie die kleine Schwester ist. So zumindest sieht sie es selbst. Und heute hat die Große auch noch Geburtstag und darf von nun an sogar noch mehr. Da muss sich doch was machen lassen … Vielleicht will der böse Wolf die erste Prinzessin fressen? So läuft es doch im Märchen. Oder vielleicht heiratet sie ja die fiese, dicke Spinne, dann zieht die erste Prinzessin endlich aus und die zweite hat Mama und Papa und das ganze Schloss für sich alleine. Oder gab es da nicht noch eine Hexe? Aber so leicht wird man seine große Schwester dann doch nicht los.
In „Die zweite Prinzessin“ erzählt Gertrud Pigor mit viel Witz und Poesie vom großen Problem die Kleine zu sein. Denn ältere Geschwister zu haben ist manchmal gar nicht so leicht. Nicht einmal für eine Prinzessin.

Jenny Hübner greift ein

// Hartmut El Kurdi
ab 8 Jahren
ab 10.11.2017
Jenny Hübner greift ein Wenn es nach Olga ginge, würde sie immer lesen. Am liebsten Tag und Nacht. Wenn es nötig ist auch unter der Bettdecke mit Taschenlampe. Sie liest von Rittern, Drachen und Piraten. Aber was passiert, wenn sie plötzlich – plop – von der Geschichte verschluckt wird und sich tatsächlich auf einem Piratenschiff wiederfindet? Achtung, Trommelwirbel und großer Auftritt für: JENNY HÜBNER – Mobiles Geschichten-Rettungs-Kommando! Jenny ist im Einsatz! Bereit um Abenteuer zu bestehen und natürlich auch um säbelrasselnde Piraten zu bezwingen. Jenny kennt jeden Trick, um eine anständige Geschichte sowie die Leseratten, die sich darin verlaufen haben, zu retten. Ob es jetzt auch dem gefürchteten Kapitän Bert Braunbart an den Kragen geht? Oder wandern am Ende doch alle über die Planke?
Wenn das mobile Geschichten-Rettungs-Kommando eingreift, dann werden die Geschichten aus den spannendsten Büchern zum Leben erweckt – und das von nur einer einzigen Schauspielerin. Kein Wunder, dass da die Hilfe des Publikums gefragt ist. Also: alle Mann an Bord!

meet me

// Liv Heløe (Gewinnerin des Kathrin-Türks-Preises 2016)
ab 13 Jahren
ab 14.06.2017
meet me "meet me" erzählt auf berührende Weise die Geschichte von Shaya, der sich zusammen mit Feda ein Zimmer in einer Flüchtlings-unterkunft in Norwegen teilt. Der Alltag ist trostlos: ohne Aufenthaltsgenehmigung dürfen sie nicht arbeiten, ohne Geld haben sie keinen Zugang zum gesellschaftlichen Leben, ohne Anschluss an die Gesellschaft bleiben Kultur und Sprache fremd. Zaghafte Versuche der Integration stoßen auf Ablehnung. Einzige Ablenkung ist eine Busfahrkarte in die Stadt und das Handy. La’lia schreibt eine SMS, dass sie sich mit Shaya treffen möchte. „Um vier Uhr. Am blauen Stein.“ La’ila, in die er sich verlieben könnte, hat ihm Geld geliehen, damit er äußerlich etwas aus sich macht und nicht auf den ersten Blick als Asylbewerber abgestempelt wird. Doch Shaya hat sich im verregneten Norwegen eine teure Sonnenbrille gekauft.
Jurybegründung
Die fünfköpfige Jury (Nicola Bongard, Bettina Maurer, Ulrike Schanko; Henning Fangauf, Thilo Reffert) prämiert das Jugendstück meet me. Die Jury lobt meet me als ein berührendes, poetisches Stück und betont die Stärke der Autorin, eine große Empathie für den Protagonisten zu schaffen. Im Vordergrund steht für die Jury die Geschichte eines Jugendlichen, der mit seinen Sehnsüchten, Ängsten und Schwächen auf der Suche nach seinem Platz im Leben ist – eine Suche, die durch seine unsichere Situation als Flüchtling besonders schwierig, oft zum Verzweifeln ist. Dabei beweist die Autorin stilistische Souveränität und ein großes Können im Umgang mit Sprache. Ihre unaufwendigen Dialoge, die oft nur mit einzelnen Wörtern und Wortwiederholungen auskommen, treffen den Sprachgestus der Jugendlichen ohne anbiedernd zu sein und schaffen eine bedrückende Atmosphäre. Ihre Figuren sind plastisch und in ihrer Denkweise und ihrem Handeln überzeugend. Besonders gelungen sieht die Jury die Verwendung einer Fremdsprache. So spricht Shaya im Original in seinen inneren Monologen und in den Gesprächen mit seinem Freund Feda norwegisch, also seine Muttersprache, während er in Gesprächen mit La’ila und seinem restlichen Umfeld auf Englisch kommuniziert. Dadurch wird für das Publikum Fremdheit und erschwerte Verständigung spürbar und erlebbar.

*gefördert durch LVR