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Schauspiel
Kinder- und Jugendtheater
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Extras

Die zweite Prinzessin

// Gertrud Pigor
ab 4 Jahren
ab 22.09.2017
Die zweite Prinzessin Das ist so unfair! Alles darf die wunderschöne erste Prinzessin! Eine ganze Stunde länger wach bleiben! Alleine auf dem königlichen Pony reiten! Und sogar mit Mama und Papa auf dem Königsbalkon dem Volk winken! (Da hat sich der Winkunterricht gelohnt!) Und was darf die jüngere zweite Prinzessin? Nichts! Überhaupt nichts! Und das nur, weil sie die kleine Schwester ist. So zumindest sieht sie es selbst. Und heute hat die Große auch noch Geburtstag und darf von nun an sogar noch mehr. Da muss sich doch was machen lassen … Vielleicht will der böse Wolf die erste Prinzessin fressen? So läuft es doch im Märchen. Oder vielleicht heiratet sie ja die fiese, dicke Spinne, dann zieht die erste Prinzessin endlich aus und die zweite hat Mama und Papa und das ganze Schloss für sich alleine. Oder gab es da nicht noch eine Hexe? Aber so leicht wird man seine große Schwester dann doch nicht los.
In „Die zweite Prinzessin“ erzählt Gertrud Pigor mit viel Witz und Poesie vom großen Problem die Kleine zu sein. Denn ältere Geschwister zu haben ist manchmal gar nicht so leicht. Nicht einmal für eine Prinzessin.

Jenny Hübner greift ein

// Hartmut El Kurdi
ab 8 Jahren
ab 10.11.2017
Jenny Hübner greift ein Wenn es nach Olga ginge, würde sie immer lesen. Am liebsten Tag und Nacht. Wenn es nötig ist auch unter der Bettdecke mit Taschenlampe. Sie liest von Rittern, Drachen und Piraten. Aber was passiert, wenn sie plötzlich – plop – von der Geschichte verschluckt wird und sich tatsächlich auf einem Piratenschiff wiederfindet? Achtung, Trommelwirbel und großer Auftritt für: JENNY HÜBNER – Mobiles Geschichten-Rettungs-Kommando! Jenny ist im Einsatz! Bereit um Abenteuer zu bestehen und natürlich auch um säbelrasselnde Piraten zu bezwingen. Jenny kennt jeden Trick, um eine anständige Geschichte sowie die Leseratten, die sich darin verlaufen haben, zu retten. Ob es jetzt auch dem gefürchteten Kapitän Bert Braunbart an den Kragen geht? Oder wandern am Ende doch alle über die Planke?
Wenn das mobile Geschichten-Rettungs-Kommando eingreift, dann werden die Geschichten aus den spannendsten Büchern zum Leben erweckt – und das von nur einer einzigen Schauspielerin. Kein Wunder, dass da die Hilfe des Publikums gefragt ist. Also: alle Mann an Bord!

Unter W@sser

// Andréanne Joubert, Jean-François Guilbault
ab 14 Jahren
ab 04.05.2018
Unter W@sser „Sprich mit mir. Sag mir alles. Keine Zensur. Komm schon! Wenn du schreien möchtest, stell das richtige Leben auf stumm. Und schreib an NARZISSUS. Mit ein paar Klicks kann er alles regeln. KLICK!“ Louis wünscht sich nichts sehnlicher als Superkräfte. Als er zufällig auf den Zugang für das Lehrer-Intranet stößt, verändert sich mit einem Schlag sein komplettes Leben. Er wird zu Narzissus, der anonym in einem Onlineforum allen Schülern ihre kühnsten Wünsche erfüllt. Bessere Noten, freie Tage, Lehrergeheimnisse – nichts ist mehr unerreichbar. Er ist ein Superheld, er hat Macht. Auch das Leben der anderen ändert sich, wie das der schüchternen Sedna, die immer auf einen geheimnisvollen Helden wie Narzissus gewartet hat und nun alles für ihn tun würde. Doch Louis‘ virtuelles zweites Leben läuft immer mehr aus dem Ruder, lässt sich von ihm nicht mehr kontrollieren. Spätestens als sich seine eigene Schwester in Narzissus verliebt, merkt Louis, dass ihm sein Spiel längst entglitten ist und für alle zu gefährlichem Ernst wird.
„Unter W@sser“ ist ein aufrüttelndes Stück über jugendliche Sehnsucht nach Stärke und Macht einerseits und Geborgenheit und Nähe andererseits und der Suche danach in einer virtuellen Welt. Doch was passiert, wenn die Möglichkeiten dieser virtuellen Welt die Regeln des echten Lebens sprengen?

Die Abenteuer von Petterson und Findus

// Sven Nordqvist
ab 4 Jahren
ab 22.06.2018
Die Abenteuer von Petterson und Findus Ein bisschen verrückt finden die Dorfbewohner den alten Pettersson schon, der auf seinem Hof lebt und mit den Tieren spricht, allen voran mit seinem Kater Findus. Sie ahnen aber auch nicht, dass es sich bei Findus um keinen gewöhnlichen Kater handelt, sondern um Petterssons besten Freund, einen frechen Abenteurer und naseweisen Streichespieler. Am liebsten hat es Findus, wenn sich alles um ihn dreht, deshalb hat er auch mindestens dreimal im Jahr Geburtstag. Heute zum Beispiel. Deswegen ist es seiner Laune auch eher abträglich, dass ihm Hahn Caruso mit seinem Gekrähe die Show stiehlt. Um ihn los zu werden, wird er erfinderisch. Das ist auch nötig, denn auch beim Fleischbällchenpflanzen, Riesenhechtangeln oder beim Stierkampf sind clevere Ideen und viel Geschick gefragt. Nur gut, dass sich Findus immer auf den liebevollen Pettersson verlassen kann.
„Die Abenteuer von Pettersson und Findus“ verbindet die schönsten Geschichten der bekannten und ungleichen Freunde miteinander und erzählt von ihrem witzigen, manchmal gefährlichen, aber immer aufregenden Leben auf Petterssons Hof, auf dem sich am Ende des Tages alle einig sind: „Wir finden‘s schön hier zusammen zu sein. Einer für alle und niemals allein!“

Tintenherz

// Cornelia Funke
ab 9 Jahren
ab 10.03.2017
Tintenherz In Meggies Leben dreht sich alles um die fabelhafte Welt der Bücher. Das hat sie von ihrem Vater Mo, der Bücher über alles liebt. Aber warum nur wollte er Meggie nie vorlesen? Als eines Nachts ein seltsamer Mann namens Staubfinger auftaucht und Mo vor dem gefährlichen Capricorn warnt, beginnt für Meggie und Mo eine unglaubliche Flucht. Gemeinsam mit Staubfinger und Meggies verrückter Großtante müssen sie sich vor immer neuen Gestalten verstecken, die beinahe zu skurril sind, um wahr zu sein. Und alle sind sie auf der Suche nach Mo und einem Buch: „Tintenherz“. Bald wird Meggie klar, dass es sich hierbei um mehr als nur ein einfaches Buch und bei Mo, den alle plötzlich Zauberzunge nennen, um mehr als einen einfachen Vater handelt.
Cornelia Funke, auch die deutsche Joanne K. Rowling genannt, hat mit „Tintenherz“ eine bezaubernde Liebeserklärung an das Medium Buch erschaffen. Die Bühnenfassung entführt in eine sagenhafte Fantasiewelt, in der Figuren aus Büchern herausgelesen und zum Leben erweckt werden. So entspannt sich ein atemberaubendes Abenteuer für die ganze Familie.

Nachts. Warum Erwachsene so lange aufbleiben müssen

// Ein-Personen-Stück nach Katharina Grossmann-Hensel
ab 4 Jahren
ab 21.09.2018
Nachts. Warum Erwachsene so lange aufbleiben müssen Es gibt kaum eine gemeinere Gemeinheit. Jeden Abend muss Lotte früh ins Bett, während ihre Eltern noch ewig wachbleiben. Sie hört sie in der Küche und im Flur flüstern. Was machen die denn die ganze Nacht? Da passiert doch nichts mehr, oder doch? Klar, irgendjemand muss ja die Wolken wieder weiß wachen oder die Sonne aus dem Meer ziehen. Die Vögel müssen auch wieder aufgezogen werden, damit sie morgens wieder zwitschern, ganz abgesehen von den Grashalmen, die länger gezogen werden müssen. Aber das kann nicht alles sein, schließlich hört Lotte ja auch Hochschuhe klackern und immer wieder wildes Gelächter. Vielleicht essen sie in Wahrheit die ganze Nacht lang Süßigkeiten mit den Füßen und trinken wie die Seeräuber? D hilft nur eines: Lotte muss unbedingt das wohl größte Geheimnis der Erwachsenen lüften – und zwar noch heute Nacht.

Umwerfend einfallsreich, wahnsinnig komisch und oft genug nur zu nachvollziehbar beantwortet Katharina-Grossmann-Hensel schon im gleichnamigen Bilderbuch die Frage, die wohl jedem Kind früher oder später den Schlaf raubt, und stellt damit die Welt, wie Erwachsene sie kennen, gehörig auf den Kopf.

Let's play: Ein Spiel für Benny

// Ein-Personen-Stück von Bettina Wegenast
ab 8 Jahren
ab 09.11.2018
Let's play: Ein Spiel für Benny Lizza weiß nicht mehr weiter. Mit Mama stimmt etwas nicht. Sie ist irgendwie ver/rückt, wie ein Schiebepuzzle, das man falsch zusammengesetzt hat. Gar nicht wie Mama eigentlich sein sollte. Wäre das jetzt eines von Lizzas Computerspielen, wüsste sie, was zu tun ist – hier hat sie alles im Griff, kann jeden Endboss im Schlaf besiegen. Aber in der Wirklichkeit weiß sie nur, dass Mama seit Bennys Tod ver/rückt ist: Benny, das Baby auf das sich alle so gefreut
haben und das Lizza nun nie kennenlernen wird. Dabei wollte sie ihrem kleinen Bruder doch die besten Spieltricks beibringen. Leider helfen selbst die ihr im Moment auch nicht weiter, oder doch?

„Let‘s play: Ein Spiel für Benny“ begegnet dem Thema Verlust auf einer spielerischer Ebene. Es stellt dem Schmerz das Spiel und der Trauer die Lebensfreude entgegen und zeigt dabei, dass man die Menschen, die man liebt, niemals ganz verliert.

Augen voller Wahnsinn

// Jugendstück von Sanne Vogel
ab 14 Jahren
ab 18.01.2019
Augen voller Wahnsinn Saskia ist so eine, die unter einer viel zu engen durchsichtigen Hose einen String trägt. Die sich jeden Samstag betrinkt, weil sie Alkopops so gerne mag. Saskia wird nicht entsorgt, sie entsorgt. Sie kennt den Weg. Saskia ist kein Mädchen mehr. Doch eines Tages sieht sie ihren Prinzen. Kein Pferd, keine Flügel, und doch ist sie sich ganz sicher – dies ist ein Märchen. Sie will ihn, nicht für immer, aber für eine Weile. „Nicht gleich für immer, aber auf jeden Fall für heute Nacht“, sagt er. „Und dann kann es natürlich immer noch für immer werden“, sagt sie. Da lacht er. Ganz süß. Saskia hat ihn nie wieder gesehen. Aber das ist nicht schlimm. Es war ein Märchen. Und Saskia beschließt, das Baby, das seitdem in ihrem Bauch heranwächst, „Es“ zu nennen, damit „Es“ sich später selbst einen Namen aussuchen kann. Amors Liebespfeile treffen Eltern und ihre Kinder in der Nacht der Geburt. Saskia ist ich sicher, dass Amor mit extra vielen Pfeilen an ihrem Bett stehen wird, wenn „Es“ zur Welt kommt. Er hat auch einiges wieder gut zu machen. „Augen voller Wahnsinn“ ist ein berührender und poetischer Monolog. Einfühlsam und offen umkreist Sanne Vogel Themen, die besonders in der Phase der Pubertät ihre volle Wucht entfalten: Liebe, Einsamkeit und die ewige Frage „Bin ich richtig?“

Pumuckl zieht das große Los

// von Ellis Kaut
ab 4 Jahren
ab 11.05.2019
Jeden Tag nur Sägespäne, Hobelstaub und maximal noch einen Streich, den man Meister Eder spielen kann – das ist zwar ganz schön, aber Pumuckl will mehr. Und Meer! Er will auf Wellen schaukeln und Seeluft in den roten Haaren spüren. So kann er sein Glück nicht fassen, als Meister Eder bei einem Preisausschreiben eine Schiffsfahrt gewinnt. Sollte Pumuckl vielleicht endlich andere Kobolde oder gar die berühmten Klabauter auf dem Schiff treffen? Noch ahnt er nicht, dass genau diese Seegeister hinter dem Losglück stecken und sie Pumuckl absichtlich aufs Schiff gelockt haben, um ihn in die Tiefen des Meeres zurückzuziehen. Denn ein Kobold, der bei einem Menschen lebt– das geht doch nicht. Schiff oder Werkstatt? Klabauterleben oder die Freundschaft zu Meister Eder? Pumuckl muss sich entscheiden.

Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht die Stimme des frechen Kobolds im Ohr hat oder sein „Hurra“ aus der bekannten Fernsehserie mitsingen könnte. In „Pumuckl zieht das große Los“ erlebt der kleine Kobold nun auf der Theaterbühne sein vielleicht größtes Abenteuer, um damit auch heutige Kinderherzen im Sturm zu erobern.

Kathrin-Türks-Preis 2018

// Gewinnerstück des Wettbewerbs
ab 22.06.2019
Gerade das zeitgenössische Jugendtheater hat im Profil der Burghofbühne Dinslaken einen besonderen Stellenwert. Genauso unvorhersehbar und aufregend wie die Jugend ist, wünschen wir uns die Stoffe und Bildsprachen, denen wir uns und unser jugendliches Publikum aussetzen wollen. Hier gilt es, aktuell, wach und am Puls der Zeit zu bleiben. Aus diesem Grund vergibt die Burghofbühne alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit der Niederrheinischen Sparkasse RheinLippe, der Stadt Dinslaken und dem Förderverein der Burghofbühne den Kathrin-Türks-Preis an Autorinnen für ein Jugendtheaterstück.
Die Ausschreibung für den Preis erfolgt im Herbst 2017. Im Sommer 2018 wird das Siegerstück prämiert. Die Uraufführung des Siegerstückes findet dann im Sommer 2019 statt. Seit der Wiederbelebung des Preises wurden folgende Stücke prämiert und aufgeführt:

2008: „Eidechsen und Salamander“ von Eva Rottmann
2010: „Nachts werden wir erwachsen“ von Magdalena Grazewicz
2012: „Warten, dass das Leben beginnt“ von Anja Tuckermann
2014: „Supertrumpf“ von Esther Becker
2016: „meet me“ von Liv Heløe

Kathrin Türks (1921 – 1983) war Gründungsintendantin
der Burghofbühne und langjährige
Vorsitzende der ASSITEJ (Internationale Vereinigung
des Theaters für Kinder und Jugendliche.

meet me

// Liv Heløe (Gewinnerin des Kathrin-Türks-Preises 2016)
ab 13 Jahren
ab 14.06.2017
meet me "meet me" erzählt auf berührende Weise die Geschichte von Shaya, der sich zusammen mit Feda ein Zimmer in einer Flüchtlings-unterkunft in Norwegen teilt. Der Alltag ist trostlos: ohne Aufenthaltsgenehmigung dürfen sie nicht arbeiten, ohne Geld haben sie keinen Zugang zum gesellschaftlichen Leben, ohne Anschluss an die Gesellschaft bleiben Kultur und Sprache fremd. Zaghafte Versuche der Integration stoßen auf Ablehnung. Einzige Ablenkung ist eine Busfahrkarte in die Stadt und das Handy. La’lia schreibt eine SMS, dass sie sich mit Shaya treffen möchte. „Um vier Uhr. Am blauen Stein.“ La’ila, in die er sich verlieben könnte, hat ihm Geld geliehen, damit er äußerlich etwas aus sich macht und nicht auf den ersten Blick als Asylbewerber abgestempelt wird. Doch Shaya hat sich im verregneten Norwegen eine teure Sonnenbrille gekauft.
Jurybegründung
Die fünfköpfige Jury (Nicola Bongard, Bettina Maurer, Ulrike Schanko; Henning Fangauf, Thilo Reffert) prämiert das Jugendstück meet me. Die Jury lobt meet me als ein berührendes, poetisches Stück und betont die Stärke der Autorin, eine große Empathie für den Protagonisten zu schaffen. Im Vordergrund steht für die Jury die Geschichte eines Jugendlichen, der mit seinen Sehnsüchten, Ängsten und Schwächen auf der Suche nach seinem Platz im Leben ist – eine Suche, die durch seine unsichere Situation als Flüchtling besonders schwierig, oft zum Verzweifeln ist. Dabei beweist die Autorin stilistische Souveränität und ein großes Können im Umgang mit Sprache. Ihre unaufwendigen Dialoge, die oft nur mit einzelnen Wörtern und Wortwiederholungen auskommen, treffen den Sprachgestus der Jugendlichen ohne anbiedernd zu sein und schaffen eine bedrückende Atmosphäre. Ihre Figuren sind plastisch und in ihrer Denkweise und ihrem Handeln überzeugend. Besonders gelungen sieht die Jury die Verwendung einer Fremdsprache. So spricht Shaya im Original in seinen inneren Monologen und in den Gesprächen mit seinem Freund Feda norwegisch, also seine Muttersprache, während er in Gesprächen mit La’ila und seinem restlichen Umfeld auf Englisch kommuniziert. Dadurch wird für das Publikum Fremdheit und erschwerte Verständigung spürbar und erlebbar.

*gefördert durch LVR

lost in the supermarket

// Christina Kettering
ab 14 Jahren
ab 09.12.2016
lost in the supermarket Da ist Jorn, 17 Jahre alt, einer, dem die Eltern nichts zutrauen und die Lehrer erst recht nicht. Jetzt hat er das Abi fast in der Tasche. Fast. Und dann geht es los: guter Job, großes Haus, Familie, reich sein. Davon träumt er – und von Lale.

Da ist Lale, 17 Jahre alt, eine, die alles hat und doch mehr will: mehr Leben und Erleben, etwas Großes, weswegen man sich an sie erinnern wird. Lale, die jetzt mit Jorn zusammen ist, weil sie so einsam war, als David weg war.

Da ist David, 17 Jahre alt, einer, der vorher mit Lale Gedichte auf dem Dach gelesen hat, mit ihr geträumt hat, sich ihr geöffnet hat. Bevor sie ihn verraten hat. Bevor die Schreie in seinem Kopf zu groß wurden und er in die Klinik musste, wegen dem kalten Ding in seiner Brust, das die Ärzte Depression nennen.

Jetzt ist David wieder da. David und Jorn und Lale und all ihre Wünsche und Hoffnungen für sich, für den anderen, für ein Leben, das endlich lebenswert sein soll – und nichts davon passt zusammen. Also müssen Entscheidungen her: Spießerleben oder Individualität? Auffallen oder Anpassen? Jorn oder David? Leben oder Tod?

„lost in the supermarket“ ist ein Stück über die Suche nach dem besten Lebensweg, über die Sehnsucht, diesen nicht alleine gehen zu müssen und über die Hoffnung, sich „richtig“ zu entscheiden.

Mia - Klassenzimmerstück

// Nick Wood
ab 12 Jahren
ab 11.11.2016
Mia - Klassenzimmerstück „Wie bringt man hier jemand dazu, einem zuzuhören? Meint ihr, sie hat mich verstanden? Ich spreche doch Deutsch, nein? Und auch ganz gut. Ich spreche nicht leise, ich spreche sehr deutlich.“ Eine junge Frau kommt ins Klassenzimmer. Sie will den Schülern etwas erzählen, muss aber warten, bis es der Schulleiter erlaubt. Warten also. Da kann sie ja schon einmal ein bisschen erzählen,zum Beispiel Geschichten, die sie zu den vielen Gegenständen erfindet, mit denen ihre Tasche vollgestopft ist. Geschichten mit Happy End, anders als ihre eigene. Zum Beispiel darüber, dass sie auf ältere Männer steht, dass sie in Hamburg lebt, jetzt zumindest. Darüber, dass sie nicht mehr in ihrem Heimatland lebt, weil dort um sie und ihre Familie eine Mauer gebaut wurde, weil sie scheinbar eine gefährliche Seuche haben, die dazu führt, dass man den Leuten aus der Hand lesen will, sie bestiehlt und alles schmutzig macht. Und darüber, dass sie eine Schwester hat, die verschwunden ist und nach der sie nun verzweifelt sucht. Aber „wie bringt man hier jemand dazu, einem zuzuhören?“

Mia ist ein aufwühlender Monolog eines Roma-Mädchens über die Flucht aus der Heimat und die Flucht in Deutschland vor Anfeindung und Gewalt. Dabei enttarnt er nicht nur Vorurteile und Ängste gegenüber Fremdheit und Andersartigkeit, sondern wird zum berührenden Plädoyer für Toleranz, Mut und Hoffnung, das weit über die Erzählung eines Einzelschicksals hinausgeht.

Die kleine Hexe

// Otfried Preußler
ab 4 Jahren
ab 05.05.2017
Die kleine Hexe Einhundertsiebenundzwanzig Jahre ist sie alt – aber das ist noch gar nichts! Zumindest nicht für eine Hexe. Deshalb lassen die großen Hexen die kleine Hexe auch noch nicht mit Walpurgisnacht feiern. Dabei will sie unbedingt auch mal auf dem Blocksberg tanzen. Als sie es heimlich versucht und von der gemeinen Wetterhexe Muhme Rumpumpel erwischt wird, muss sie zur Strafe ohne Hexenbesen
zu Fuß nach Hause laufen. Aber dafür bekommt sie eine einmalige Chance: Wenn sie bis zur nächsten Walpurgisnacht beweisen kann, dass sie eine gute Hexe geworden ist, dann darf sie endlich mitfeiern. Also setzt die kleine Hexe von nun an gemeinsam mit ihrem besten Freund, dem Raben Abraxas, alles daran, gut zu werden. Sie hilft einer armen Holzfällerin, freundet sich mit Kindern
an, rettet einen Ochsen, und ahnt dabei nicht, dass sie damit völlig auf dem Holzweg ist ...

Otfried Preußlers Kinderbuch ist nicht nur ein zauberhafter Klassiker über Freundschaft, sondern auch ein großes Abenteuer über eine kleine Hexe, die den Mut hat, als einzige unter bösen Hexen gut zu sein.

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

// Michael Ende
ab 4 Jahren
ab 04.06.2016
Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer Auf Lummerland herrscht große Aufregung: Ein Paket ist angekommen, adressiert an Frau Mahlzahn – der Inhalt: ein kleines, schwarzes Baby. Da es auf Lummerland keine Frau Mahlzahn, sondern nur eine Frau Waas gibt, nimmt diese den kleinen Jungen, der Jim Knopf genannt wird, bei sich auf. Als Jim wächst, wird Lummerland langsam zu klein für seine fünf Bewohner. König Alfons entscheidet deshalb schweren Herzens, dass die dicke Lok Emma weg soll. Aber wenn Emma gehen muss, dann geht auch Lukas der Lokomotivführer, und wenn Lukas geht, dann geht auch Jim. So verlassen die beiden nachts heimlich in der zum Schiff umgebauten Emma Lummerland und machen sich auf die Reise, die sie zunächst ins ferne Mandala führt. Hier erfahren Jim und Lukas von der Kaisertochter Li-Si, die vom bösen Drachen Frau Mahlzahn nach Kummerland entführt wurde. Erst jetzt findet Jim heraus, zu wem er eigentlich geschickt werden sollte. So wird die wundersame Reise für Jim und Lukas nun beides: Rettungsaktion für Li-Si und Suche nach Jims Herkunft. Unterwegs lernen sie den Scheinriesen Tur Tur kennen, der so einsam ist, weil sich alle vor ihm fürchten, und den Halbdrachen Nepomuk, vor dem sich keiner fürchtet, obwohl er sich das so sehr wünscht. Das größte Abenteuer erwartet sie jedoch in der Drachenstadt…

Michael Endes Kinderbuch, das seit über 50 Jahren und spätestens seit der Augsburger Puppenkiste große und kleine Kinder verzaubert, erzählt von einer ungeheuerlichen Reise, die man nur meistern kann, wenn man wahre Freunde hat –
begleitet durch die zart berührende und aufregend witzige Musik von Konstantin Wecker.

Freddy - Ein Hamster lebt gefährlich

// Dietlof Reiche
ab 8 Jahren
ab 04.11.2016
Freddy - Ein Hamster lebt gefährlich Freddy ist ein großer Dichter, ein zarter Romantiker, ein mutiger Abenteurer – und ein Hamster. Er lebt zusammen mit den schauspielerisch talentierten Meerschweinchen Enrico und Caruso und dem kultivierten Kater Sir William bei Master John, dem besten Meister, den es geben kann. Und dann gibt es da noch Sofie, Master Johns Schülerin, die so herrlich nach Sonnenblumenkernen duftet und das kleine Hamsterherz höher schlagen lässt. Alles könnte perfekt sein. Doch als Freddy plötzlich von einem hinterhältigen Wissenschaftler für dessen Experimente gejagt wird, bleibt ihm nur eines: Flucht. Ein Glück, dass sich seine vierbeinigen Mitbewohner als wahre Freunde herausstellen, denn auf der Flucht fängt Freddys größtes Abenteuer gerade erst richtig an.

Schon die Kinderbücher von Dietlof Reiche haben durch ihren Witz und die knisternde Spannung nicht nur kleine Leser in ihren Bann gezogen. In der Ein-Personen-Fassung von Karin Eppler und Christopher Gottwald betritt jetzt der mutigste Hamster der Kriminalgeschichte die Theaterbühne.

Supertrumpf

// Esther Becker
ab 10 Jahren
ab 08.05.2015
Supertrumpf Lou, 9 Jahre alt, ist die Weltmeisterin im Warten und Weltmeisterin mit den Karten. Supertrumpf heißt das Kartenspiel, das sie in der Klinik mit den Pflegern gespielt hat, während ihre Eltern ihre ältere Schwester Maya besucht haben. Jetzt ist Maya wieder zu Hause und zählt beim Essen die Erbsen. Sie darf keinen Sport machen, sie darf nicht alleine essen und sie darf nicht ins Kaufhaus – zumindest nicht in die Lebensmittelabteilung. Also spielen die zwei Geschwister Supertrumpf. Wer im Vergleich den höheren Wert hat, der gewinnt. Außer beim Gewicht. Da ist es umgekehrt.
Die Magersucht von Maya bringt das Familiengerüst kräftig ins Wanken. Lou fühlt sich ausgeschlossen und unverstanden. Gleichzeitig will sie Verantwortung übernehmen. „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ – doch gilt das auch bei Geschwistern?
Das Gewinnerstück des Kathrin-Türks-Preises, ausgelobt durch die Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe für Autorinnen des Kinder- und Jugendtheaters, wechselt die Perspektive und stellt auf berührende und einfühlsame Weise die kleine, gesunde Schwester in den Mittelpunkt einer Familienkrise.

Foufou auf großer Suche

// Juliane Blech
ab 4 Jahren
ab 16.09.2016
Foufou auf großer Suche Foufou sucht. Sucht über und unter und hinter und vor, sucht seinen Spielzeugschrank leer und fängt davor wieder von vorne an. Wonach Foufou sucht, das weiß man nicht, das weiß nicht mal er selbst, weiß nur, dass er es ganz dringend braucht. Stattdessen findet er: „Einen kleinen Stein, die Sandkastenschippe, die lang vermisste Schlittenstrippe, Staubfusseln und zerknülltes Papier, aber das, was er sucht, das ist nicht hier, ist nicht da, ist weg, verschwunden, verschollen unter Deck.“ Also muss Foufou weiter suchen. Anstrengend ist das, aber auch spannend. Man glaubt gar nicht, was man auf so einer Suche alles erleben kann. Da wird schnell mal der Schrank zum Piratenschiff oder zur Bärenhöhle, das Kinderzimmer zum Fischteich und ein Waschlappen zum Frosch, der Foufou eine goldene Kugel andrehen will. Doch Foufou braucht keine Kugel, sondern das, was er sucht. Also weg mit dem Frosch und rein ins nächste Abenteuer. Eins ist für Foufou nämlich klar: „Ich suche jetzt so lange, bis ich das, was ich suche, gefunden habe. Basta.“

Juliane Blechs Schauspiel lädt ein zu einer Reise in die kindliche Fantasiewelt, in der man alles finden und erfinden kann, wenn man nur gut genug sucht. Schließlich sind die größten Abenteuer im kleinsten Kinderzimmer möglich!

© Illustration: Jenny Forster

Das kleine Gespenst

// Otfried Preußler
ab 4 Jahren
ab 12.06.2015
Das kleine Gespenst Das kleine Gespenst ärgert sich: Jede Nacht darf es nur für eine Geisterstunde aus seiner Truhe heraus kommen. Dann streift es mit seinem Freund, dem Uhu Schuhu durch das alte Schloss, rasselt mit seinem Schlüsselbund und erweckt die alten Bilder im Schlosssaal zum Leben: den Burggrafen Georg-Kasimir und die Pfalzgräfin Genoveva und natürlich den General Torsten Torstensen. Aber das ist auf Dauer so langweilig! Wie gerne möchte das kleine Gespenst endlich mal was erleben im Städtchen Eulenberg. Aber dazu müsste die Uhr im Rathausturm verstellt werden. Gerade als das kleine Gespenst schon alle Hoffnung verloren hat, passiert es ...

Das kleine Ich bin ich

// Mira Lobe
ab 4 Jahren
ab 12.09.2015
Das kleine Ich bin ich Jakob fühlt sich mies. In der Schule hat jeder seine Rolle: Xaver ist der Streber, Franz ist der, der die anderen Kinder verprügelt, Markus ist der Klassenclown, nur Jakob selbst weiß gar nicht richtig, wer er eigentlich ist. Papa hat auch keine Zeit für ihn, versteht sowieso nie irgendetwas und kommt wie immer gestresst und genervt nach Hause. Doch als Jakob ihm heute von seinen Sorgen erzählt, hat Papa eine Idee: Er spielt mit ihm zusammen die Geschichte eines komischen, bunten Tiers, das auch nicht weiß, wer oder was es ist. Das Tier macht sich auf die Reise, um genau das herauszufinden, begegnet unterwegs Fröschen, Hunden, Pferden und anderen Tieren und hofft immer wieder, dass es selbst eines von ihnen ist. Aber alle Tiere enttäuschen diese Hoffnung. Mal sind seine Beine nicht krumm genug, dann sind sie zu kurz, mal sind seine Ohren zu lang, und außerdem ist es überhaupt viel zu bunt. Wird es schließlich herausfinden, zu wem es gehört und wer es ist? Und ist Jakob nicht eigentlich schon zu groß für solche Geschichten?

Basierend auf dem gleichnamigen Kinderbuch verbindet „Das kleine Ich bin ich“ die gereimte Fantasiewelt des bekannten Fabelwesens, das inzwischen in zahlreichen Kindergärten und Grundschulen zu Hause ist, mit den realen Sorgen eines kleinen Jungen. Auf liebevolle und witzige Weise wird von der ersten Identitätssuche erzählt, von dem Gefühl nicht dazu zu gehören und von dem wunderbaren Glück zu merken, dass man genau so, wie man ist, richtig ist.

„Und wer das nicht sieht ist dumm. Bumm!“