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Der zerbrochne Krug


Heinrich von Kleist
ab 01.09.2017

Der zerbrochne Krug Ein Krug ist zerbrochen! Für die Besitzerin Frau Marthe scheint der Fall klar: Sie beschuldigt Ruprecht, den Verlobten ihrer Tochter, das Gefäß zerstört zu haben. Ruprecht weist die Anschuldigung zurück. Er behauptet, ein Fremder sei in das Haus von Frau Marthe eingedrungen und bei seinem überstürzten Aufbruch sei der Krug zu Bruch gegangen. Und damit nicht genug: Auch das Vertrauen in seine Verlobte Eve sei beschädigt worden. Der Fremde sei nämlich ein Liebhaber Eves. Man müsse also nur erfahren, wer der Liebhaber sei, dann kenne man auch den Krugzerbrecher. Doch Eve schweigt zu den Vorwürfen. Dorfrichter Adam ist bei diesem Fall wenig bemüht den wahren Täter zu bestrafen. Das Problem ist nämlich: Er selbst ist der Übeltäter. Immer mehr verstrickt er sich in ein Gespinst aus Lügen und Ausflüchten. Mit gewieften Verschleierungstaktiken und unlauteren Verhörmethoden setzt er allen Eifer daran, mehr Dunkel als Licht in den Fall zu bringen.
Heinrich von Kleist zeigt in seinem Lustspiel hochaktuell den Versuch, eine Lüge zur öffentlichen Wahrheit zu machen. Mittels eines sprachlichen Feuerwerks an Doppel- und Vieldeutigkeit, dichtem Wortwitz und manipulativen Strategien verstrickt Kleist seine Hauptfigur in ein Lügengespinst. Der Zuschauer wird in diesem Prozess zum unmittelbaren Zeugen der Macht der Worte. Ein Klassiker der deutschen Bühnen!

Team

Inszenierung:Moritz Peters
schließen Moritz Peters

Moritz Peters

Moritz Peters, geboren 1981 in New Haven, USA, absolvierte von 2001 bis 2005 ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Anschließend war er vier Jahre lang Ensemblemitglied des Schauspiel Frankfurt. 2009 wechselte er ans Zimmertheater Tübingen, wo er auch eine erste eigene Inszenierung realisierte. Von 2010 bis 2013 war er als Regieassistent am Schauspiel Essen engagiert. Hier zeigte er neben diversen kleineren Regiearbeiten in der Heldenbar und bei den “Stück auf!”-Autorentagen bereits 2012 “Satt” von Marianna Salzmann. Seit Sommer 2013 ist Moritz Peters als freischaffender Regisseur tätig und inszenierte am Schauspiel Essen Franz Kafkas “Der Prozess” sowie das Projekt "Eine Jugend in Deutschland". Seine Inszenierung von "Der Prozess" wurde zum NRW Theatertreffen 2014 eingeladen.

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